Marktbericht Juni 2025
TACO und Tech: was das erste Halbjahr geprägt hat.
Mit dem Juni endet ein turbulentes erstes Börsenhalbjahr – doch wie so oft an den Märkten: Am Ende war es viel Lärm um nichts. Inzwischen sehen wir in einigen Regionen und Ländern sogar neue Höchststände.
Dennoch ist Vorsicht geboten. Denn insbesondere die starken Verwerfungen im April – ausgelöst durch Trumps Zollankündigungen – waren real und hätten deutlich schmerzhafter und langwieriger ausfallen können. Das gegenseitige Hochschaukeln der angedrohten Zölle zwischen China und den USA fand schließlich ein (vorübergehendes?) Ende, als es um die Verfügbarkeit seltener Erden aus China ging – ein kritischer Rohstoff für die Automobil-, Chip- und Halbleiterproduktion und damit zentral für die weitere Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI).
Auch die Stimmung unter US-Unternehmern und der aktienaffinen Bevölkerung wurde zunehmend kritischer gegenüber Trumps Kurs, sodass der Präsident zuletzt gemäßigter auftrat. Möglicherweise hat sich der Markt auch schlicht an seine dauerhaften Drohgebärden gewöhnt. In den USA kursiert jedenfalls bereits ein neues Kürzel: „TACO“ – Trump always chickens out (sinngemäß: Trump macht am Ende immer einen Rückzieher).
Trotz allem war in dieser Phase Ruhe gefragt – ebenso wie der Fokus auf das große Ganze.
USA: Schwacher Dollar, starke Kurse – aber nicht für alle
Trumps wiederholte Ankündigungen setzten ganze Branchen zeitweise massiv unter Druck – etwa die Wind- und Solarbranche oder die Pharma- und Gesundheitsindustrie. Umso wichtiger bleiben strategische Überlegungen zur Portfoliostruktur, insbesondere zur regionalen Aufteilung.
Denn auch wenn sich die US-Aktienmärkte inzwischen deutlich erholt haben – der NASDAQ-100 und S&P 500 markierten sogar neue Höchststände – bereitete der US-Dollar vielen Euro-Anlegern Kopfzerbrechen. Seine Abwertung gegenüber dem Euro belief sich im ersten Halbjahr auf -13,9 %. Während sich das an der Aktienseite durch Kursgewinne teilweise ausgleichen lässt, wirkt sich der schwache Dollar auf die Anleiheseite umso deutlicher aus – hier wird der trügerische Zinsvorteil regelrecht mehr als aufgezehrt.
Der Aktienindex MSCI World, mit rund 70 % US-Anteil, zeigt für Euro-Anleger seit Jahresbeginn immer noch ein Minus von rund -4 %. Die allgemeine Verunsicherung spiegelt sich auch im Goldpreis wider: Trotz des schwachen US-Dollars konnte Gold im ersten Halbjahr um rund +12 % in Euro zulegen – in US-Dollar gerechnet waren es sogar +24 %.
Nettoneuzuflüsse in Europa vs. USA Aktien-ETFs in 2025

Europa im Aufwind – und China zurück im Fokus?
Während die USA mit Unsicherheit zu kämpfen hatten, zog Europa verstärkt Anlegergeld an. Besonders Deutschland profitierte von neuen wirtschaftspolitischen Impulsen. Während der EURO STOXX 50 um +3,4 % zulegte, waren es im breiter gefassten EURO STOXX 600 bereits +6,7 %. Der DAX verzeichnete sogar ein Plus von +20,1 %. Besonders Rüstungswerte profitierten stark – beflügelt durch angekündigte Investitionen der neuen Bundesregierung in Verteidigung und Sicherheit.
Trumps unberechenbares und teils undemokratisches Verhalten veranlasst Investoren weltweit, ihre Risikostrategien neu zu überdenken. Aus dieser Perspektive erscheinen auch Investitionen in China – relativ gesehen – inzwischen weniger kritisch als noch vor Trumps Amtsantritt.
So legte der chinesische Hang Seng Index rund +20 % zu. Auch das Auftreten von DeepSeek, einem chinesischen KI-Anbieter, zu Jahresbeginn dürfte das Vertrauen in Chinas Technologiekompetenz gestärkt und die Fantasie für zukünftige Wachstumschancen neu entfacht haben.
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