Marktbericht April 2025
Trump zockt, der Markt zuckt – April im Zeichen der Zölle!
Trump zockt, der Markt zuckt – April im Zeichen der Zölle
Die aktuelle Gemengelage an den Kapitalmärkten bleibt anspruchsvoll – und der April hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, an der Börse gute Nerven und eine weitsichtige Strategie zu bewahren. Panik war in diesem Umfeld kein guter Ratgeber, wohl aber sinnvolle und risikobewusste Entscheidungen.
Ein zentrales Ereignis war der sogenannte „Liberation Day“ am 2. April, an dem US-Präsident Donald Trump mit einer Reihe neuer Zollankündigungen eine regelrechte Achterbahnfahrt an den Märkten auslöste. Auch wenn wir diesen Vergleich sonst eher meiden – denn anders als eine Achterbahn endet der Kapitalmarkt langfristig nicht am Ausgangspunkt, sondern folgt einem langfristigen Aufwärtstrend –, ist das Bild für diesen Börsenmonat dennoch erstaunlich passend.
Die wilde (Abwärts-)Fahrt wurde durch zahlreiche Ankündigungen und Spekulationen beschleunigt. Insbesondere die Zölle zwischen den USA und China, die sich auf bis zu 145 % steigerten, schickten die Märkte zunächst um bis zu -13 % in die Tiefe. Erst gegen Monatsende kehrte etwas Vernunft ein – die Kurse erholten sich spürbar, und die erste Welle der Fahrt scheint vorerst erklommen.
Währungsfalle für Euro-Anleger
Auch wenn sich die Kursbewegungen auf beiden Seiten des Atlantiks auf den ersten Blick ähnelten, zeigte sich einmal mehr, dass Euro-Anleger das Währungsrisiko des US-Dollar nicht unterschätzen dürfen. Der US-Dollar verlor im April -4,7 % gegenüber dem Euro – seit Jahresbeginn belaufen sich die Verluste auf -9,4 %, nach einem zwischenzeitlichen Tief von -11,2 %.
Wer etwa den S&P 500 – also die 500 größten US-Unternehmen – in US-Dollar betrachtet, sieht einen Rückgang von rund -6 % seit Jahresbeginn. Für Anleger aus dem Euroraum jedoch ergibt sich durch die Währungsentwicklung ein deutlich größeres Minus von etwa -15 %.
S&P 500 in USD (grün) vs. S&P 500 in EUR (lila), Jahresverlauf 2025

Quelle: Infront bis einschließlich 30.4.2025
Bereits im März hatten wir im Marktbericht betont, dass das unberechenbare Auftreten des US-Präsidenten die Vertrauenswürdigkeit des Standorts USA zunehmend in Frage stellt. Im April wurde dies an den Währungs- und Anleihemärkten besonders sichtbar: Das Vertrauen in die wirtschaftliche Stabilität der USA hat spürbar gelitten.
Europa hält Kurs – vorerst
Freundlicher zeigten sich dagegen die europäischen Aktienmärkte, insbesondere die DAX-Familie mit M- und SDAX, die den Monat April sogar mit einem Plus beendeten. Zum einen haben die angekündigten Zölle auf viele kleinere, lokal verankerte europäische Unternehmen keinen unmittelbaren Einfluss. Zum anderen können sich europäische Unternehmen möglicherweise geschickt zwischen beiden Wirtschaftsräumen USA und China positionieren und daraus im jeweils anderen Markt Vorteile ziehen.
Dabei gilt es das große Bild nicht aus den Augen zu verlieren: Die erholten Kurse implizieren eine absehbare und glimpfliche Zolleinigung – doch diese ist alles andere als sicher. Eine globale Rezession ist weiterhin nicht auszuschließen.
Das Verbrauchervertrauen in den USA ist weiter rückläufig, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat seinen Wachstumspfad verlassen. Die Frage bleibt: Wie lange kann Trump weiter pokern? Der Kapitalmarkt jedenfalls hat ihm im April deutlich die gelbe Karte gezeigt.
Die Zeichen der Vernunft lassen hoffen, dass wirtschaftlich sinnvolle Lösungen möglich sind – ob die USA und somit der amerikanische Staatshaushalt dabei gestärkt aus dieser Phase hervorgehen, bleibt abzuwarten.
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