Marktbericht September 2025
September - KI-Kettenreaktion oder: Wenn jeder mit jedem dealt.
Der September unterstrich einmal mehr, was recht repräsentativ für das bisherige Börsenjahr 2025 steht: Zwischen all den überwiegend negativen Kriegsschauplätzen (leider passt das in diesem Jahr mehr denn je im ganz wörtlichen Sinne – und wir sparen uns bewusst das Vorwort „Neben-“) zeigt sich der Markt weiterhin erstaunlich unbeeindruckt. Investoren finden nach wie vor genügend Gründe, Aktien zu kaufen und sorgen so für weiter steigende Kurse.
Auch wenn die Stimmung in der breiten Bevölkerung sicherlich eine andere ist, klettern vielerorts die Aktienkurse auf historische Hochs. Der Konsum, als Spiegel der Konsumlaune, leidet hingegen sichtbar. Andere Themen dagegen haussieren: Neben Rüstung bzw. nationaler Verteidigung war es einmal mehr die Künstliche Intelligenz (KI), die den Tech-Bereich im September befeuerte.
Konkret war es die Software- und Cloudfirma Oracle, die für Fantasie und ein regelrechtes Kursfeuerwerk sorgte. Rund +40 % legte die Aktie an jenem Tag zu, als eine umfangreiche und langfristig angelegte Kooperationsvereinbarung mit dem KI-Anbieter OpenAI bekannt wurde – mit einem Volumen von rund 300 Milliarden US-Dollar. Paradoxerweise hatte sich zuvor Nvidia für rund 100 Milliarden an OpenAI beteiligt. Oracle wiederum benötigt Nvidias KI-Chips, um die nötige Infrastruktur für entsprechende Anwendungen aufzubauen. Ein Perpetuum mobile – oder einfach wirtschaftliches Kalkül, um sich möglichst viel Wertschöpfung an der KI-Vorherrschaft zu sichern? Zum besseren Verständnis: Nvidia beteiligt sich an einem seiner größten Kunden – und sorgt so für zusätzliche bzw. weiterlaufende Nachfrage. Jüngst hat nun auch AMD, der größte Wettbewerber von Nvidia, einen Deal mit OpenAI über den Aufbau modernster KI-Rechenzentren geschlossen. In diesem Konstrukt wiederum hat OpenAI die Möglichkeit, sich mit bis zu 10 % an AMD zu beteiligen. Auch dort zeigten sich beachtliche Kursreaktionen: rund +30 % an jenem Tag der Verkündung.
Ein geschlossener Zirkel mit enormem Marktmachtpotenzial oder doch eine Erinnerung an die frühen Jahre der Internetwirtschaft? Auch damals verschwanden viele Anbieter wieder, das Internet aber blieb.
Auch der Kurs von Intel profitierte im September von möglichen Milliarden-Investitionen in die amerikanische KI-Infrastruktur. Unlängst hatte sich die US-Regierung mit 10 % an dem Unternehmen beteiligt. Die Mission ist klar: Die technologische Unabhängigkeit von anderen politischen Mächten, insbesondere China, vorantreiben. Eine zentrale Rolle spielen dabei sogenannte Halbleiter-Foundries, also Fertigungsunternehmen wie TSMC, die für Chip-Designer wie Nvidia oder AMD produzieren. Diese Prozesse sind hochkomplex, streng geschützt und derzeit stark in asiatischer Hand.

Quelle: Counterpoint Research, Statista
Intel soll dazu beitragen, wieder mehr Produktions-Know-how und Kapazitäten in die USA zu verlagern. Eine Art Rückabwicklung der vergangenen Jahrzehnte, in denen man sich auf günstige Arbeitskräfte in Niedriglohnländern verlassen hatte.

Quelle: Boston Consulting Group, Semiconductor Industry Association, Statista
Zwischen Potenzial und Fragilität
Eines ist klar: Die KI bietet enormes Potenzial, keine Frage. Aber sie birgt auch Risiken, für die Anwendungen ebenso wie für die Investoren. Und diese Risiken sind schwer zu greifen. Allerorten ist von Milliarden-Investitionen, Umsätzen und Gewinnen zu lesen. Doch bei genauerem Hinsehen wirkt das Konstrukt fragil. Es reicht unter Umständen ein einziger fehlender Baustein und die ganze Dynamik kommt ins Wanken.
Denn Investitionen sind nur dann dauerhaft attraktiv, wenn ihnen auch Erträge folgen. Sprich, die Investitionen müssen auch monetarisiert werden. Dazu muss die Investition auch einen Burggraben darstellen und darf nicht verwässert werden. Man erinnere sich nur an den chinesischen KI-Anbieter DeepSeek, der plötzlich mit deutlich weniger Rechenleistung sehr gut zurechtkam.
Auch wir haben in unseren Fonds entsprechende Player, die vom Ausbau der KI profitieren. Gleichzeitig verlieren wir die Risiken nicht aus dem Blick und setzen weiterhin auf einen breiten Branchenmix.
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