Marktbericht März 2026
Märkte im Würgegriff der Geopolitik.
Der März 2026 war an den internationalen Kapitalmärkten ein außergewöhnlich turbulenter Monat, geprägt von geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und erratischen Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump. Insbesondere der anhaltende Konflikt zwischen den USA und dem Iran dominierte das Marktgeschehen und sorgte für deutliche Kursschwankungen. Die Unsicherheiten bezüglich der Öltransporte durch die strategisch wichtige Straße von Hormus, wiederholte Drohungen aus Washington sowie widersprüchliche Signale über einen möglichen Waffenstillstand trieben Anleger weltweit in die Defensive. Am Monatsende setzte dann eine scharfe Gegenbewegung ein – getrieben durch vage Kommunikation des Weißen Hauses zu möglichen Friedensbemühungen.
Zu Beginn des Monats standen die Märkte ganz im Zeichen wachsender Kriegsängste. Nach erneuten US-Luftangriffen auf iranische Energieanlagen und der teilweisen Blockade der Straße von Hormus kam es zu starken Ausverkäufen. Der DAX verlor innerhalb weniger Handelstage über zehn Prozent und fiel im Laufe des Monats – am 23. März, um genau zu sein – zeitweise auf unter 22.000 Punkte, bevor es dann durch das verlängerte Ultimatum seitens Trump zu einer rund +5 %igen Tageserholung kam. Auch der MDAX der mittelgroßen deutschen Unternehmen geriet im Verlauf des Monats heftig unter Druck, ebenso wie der europäische Leitindex EuroStoxx 50. Das Vertrauen der Investoren in eine baldige Entspannung der Lage war gering, da die Energiepreise in die Höhe schossen und Inflationssorgen zurückkehrten.
Auch die US-Börsen kämpften mit erheblichen Verlusten. Der Dow Jones, der S&P 500 und der NASDAQ-100 reagierten äußerst nervös auf die wechselhaften Signale aus dem Weißen Haus. Zwischenzeitlich verloren die US-Indizes fast zweistellig, bevor sich die Kurse nach Ankündigungen Trumps, die USA stünden in „ernsthaften Gesprächen mit einer vernünftigeren Regierung“ in Teheran, kurzzeitig stabilisierten. Doch nur wenige Tage später folgten neue Drohungen gegen das iranische Regime, was die anfängliche Zuversicht rasch zunichtemachte.
Zur Monatsmitte verschärfte sich die Unsicherheit nochmals, nachdem Trump eine mögliche Ausweitung der Kampfhandlungen in Aussicht stellte. Dennoch zeigten die Märkte gegen Ende März eine bemerkenswerte Erholung: Mehrmals trieb allein die Hoffnung auf ein Kriegsende die Kurse kurzfristig an. Am 23. März sorgte eine überraschende Mitteilung Trumps auf seiner Plattform Truth Social, man verzichte „für fünf Tage“ auf Angriffe gegen Iran, für eine deutliche Wende: Der DAX schloss mit einem Plus von 1,22 % bei 22.653 Punkten, nachdem er zuvor zeitweise stark eingebrochen war.
Trotz dieser zwischenzeitlichen Erholung blieb der Monat unter dem Strich schwach. Der DAX schloss 10,3 % tiefer als zu Beginn des Monats; der MDAX und der EuroStoxx verzeichneten ähnliche Rückgänge. Die amerikanischen Indizes konnten ihre Verluste am letzten Tag des Monats noch deutlich aufbessern, da ein hoffnungsvoller Post von Trump nach europäischem Börsenschluss erfolgte, sodass stichtagsbezogen nur noch die amerikanischen Indizes profitieren konnten.
Ein bemerkenswerter Verlauf zeigte sich auch beim Goldpreis. Normalerweise fungiert das Edelmetall als sicherer Hafen in Krisenzeiten, doch diesmal verlor auch Gold deutlich an Wert. Nach der außergewöhnlichen Rally zuvor dominierten Gewinnmitnahmen in diesem Umfeld. Zudem sorgte die Aussicht auf mögliche Zinserhöhungen der US-Notenbank zur Eindämmung inflationärer Risiken für zusätzlichen Druck auf das zinslose Edelmetall. Gold fiel im März ebenfalls um rund -10 % und verzeichnete damit den stärksten Monatsverlust seit Jahren.
Insgesamt lässt sich der März 2026 als ein Monat extremer Volatilität beschreiben: ein von Kriegsangst geprägter Handelsstart, massive Schwankungen im Zuge politischer Rhetorik und eine Erholungsrally zum Monatsende, getragen von der Hoffnung auf diplomatische Fortschritte. Die Märkte reagierten weniger auf Fundamentaldaten als auf die Tweets und Ankündigungen des US-Präsidenten. Solange die geopolitische Lage in der Golfregion instabil bleibt und die Energiepreise hochvolatil sind, dürfte die Unsicherheit an den Kapitalmärkten bestehen bleiben. Anleger müssen sich vorerst darauf einstellen, dass geopolitische Schlagzeilen über die Marschrichtung der Indizes entscheiden – weit mehr als Unternehmensgewinne oder Konjunkturdaten.
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Stand: September 2023