Drei Unsicherheiten – und ein Risiko, das viele übersehen.
Der Juli stellte die internationalen Kapitalmärkte gleich in mehrfacher Hinsicht auf die Probe. Die Stimmung der Anleger schwankte spürbar zwischen Angst und Gier. Im Mittelpunkt standen dabei drei große Unsicherheitsfaktoren: der weitere Verlauf des Iran-Kriegs, die Nachhaltigkeit der KI-Rally sowie die künftige Zinspolitik der US-Notenbank.
1. Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Iran-Kriegs
Die geopolitische Lage im Nahen Osten blieb auch im Juli ein zentraler Unsicherheitsfaktor. Während eine Serie amerikanischer Angriffe auf iranische Ziele den Ölpreis in der ersten Monatshälfte deutlich ansteigen ließ, sorgten die spätere Aussetzung weiterer Angriffe sowie entsprechende Ankündigungen aus Washington wieder für eine spürbare Entspannung an den Energiemärkten.
Für Beobachter des Kriegsgeschehens bleibt es jedoch weiterhin schwierig – wenn nicht sogar unmöglich –, aus den teils täglich wechselnden Entwicklungen belastbare Rückschlüsse zu ziehen. Die Märkte reagierten entsprechend sensibel auf jede neue Schlagzeile.
2. Unsicherheit über den weiteren Verlauf der KI-Rally
Auch die Entwicklung rund um das Thema Künstliche Intelligenz zeigte im Juli ein ungewohntes Bild. Nach Monaten nahezu ununterbrochener Kursanstiege ging die KI-Rally zunehmend in eine Phase hoher Volatilität über. Der Nasdaq verlor im Juli über 6,5 Prozent, wobei sich innerhalb des Technologiesektors deutliche Unterschiede zeigten. Microsoft gewann nach Vorlage seiner Quartalszahlen rund 450 Milliarden US-Dollar an Börsenwert hinzu, Amazon legte zeitweise um mehr als 15 Prozent zu. Auf der anderen Seite mussten Apple-Aktionäre einen Tagesverlust von rund 350 Milliarden US-Dollar an Börsenwert verkraften, während die Meta-Aktie nach Veröffentlichung der Quartalszahlen knapp 10 Prozent verlor.
Auch die teils heftigen Kursbewegungen im Speicherchip-Segment verdeutlichen, wie nervös Anleger inzwischen auf Unternehmensnachrichten reagieren. Die Erwartungen an viele KI-Unternehmen sind hoch – entsprechend groß fallen die Kursbewegungen aus, sobald diese Erwartungen übertroffen oder enttäuscht werden.
3. Unsicherheit über den weiteren Verlauf der US-Zinspolitik
Für zusätzliche Zurückhaltung sorgte die Geldpolitik in den USA. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh ließ sich auch im Vorfeld seiner zweiten Zinssitzung nicht in die Karten schauen, sodass die Unsicherheit unter den Marktteilnehmern ungewöhnlich hoch blieb.
Seine Entscheidung, zunächst auf eine Zinserhöhung zu verzichten, sorgte allerdings keineswegs für Erleichterung. Im Gegenteil: Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen stieg nach der Pressekonferenz auf den höchsten Stand seit 2007. Viele Investoren befürchten, dass die Notenbank den Inflationsdruck infolge des Iran-Kriegs und der gestiegenen Energiepreise damit nicht ausreichend eindämmen könnte.
Ein Risiko, das viele übersehen
Für Anleger bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen die geld- und geopolitischen Unsicherheiten für die weltweiten Aktienmärkte haben werden und welche Rolle der Wachstumsmotor KI in den kommenden Monaten spielen wird.
Sicher ist jedoch, dass die Konzentration auf wenige große Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Besonders stark zeigt sich dies im S&P 500 und im MSCI Emerging Markets, wo sich der Anteil der zehn größten Werte innerhalb von zwei Jahren von rund 20 Prozent auf knapp 40 Prozent nahezu verdoppelt hat.
Solange diese Unternehmen die hohen Erwartungen erfüllen, kann diese Konzentration die Indizes weiter tragen. Enttäuschen jedoch nur wenige der Schwergewichte, können die Auswirkungen auf den gesamten Markt erheblich sein.
Die fehlende Marktbreite erfordert daher gerade für langfristig orientierte Anleger erhöhte Aufmerksamkeit – und spricht einmal mehr für eine breite Diversifikation.
Zum Fondsgeschehen im Detail:
Disclaimer:
Bei den hier aufgeführten Inhalten handelt es sich grundsätzlich um Marketingmitteilungen und nicht um Finanzanalysen und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass dies keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen darstellt.
Anlageentscheidungen sollten nur auf der Grundlage der aktuellen Verkaufsunterlagen (Wesentliche Anlegerinformationen, Verkaufsprospekt, und der letzte Jahres- und Halbjahresbericht) getroffen werden, die auch die allein maßgeblichen Vertragsbedingungen bzw. Anlagebedingungen enthalten.
Die Verkaufsunterlagen sind bei der Verwahrstelle, der Kapitalverwaltungsgesellschaft und den Vertriebspartnern zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten: Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Theodor-Heuss-Allee 70. 60486 Frankfurt am Main.
Die Verkaufsunterlagen sind zudem im Internet unter www.universal-investment.com abrufbar.
Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie auf www.universal-investment.com/media/document/Anlegerrechte. Zudem weisen wir darauf hin, dass Universal-Investment bei Fonds für die sie als Verwaltungsgesellschaft Vorkehrungen für den Vertrieb der Fondsanteile in EU-Mitgliedstaaten getroffen hat, beschließen kann, diese gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU, insbesondere also mit Abgabe eines Pauschalangebots zum Rückkauf oder zur Rücknahme sämtlicher entsprechender Anteile, die von Anlegern in dem entsprechenden Mitgliedstaat gehalten werden, aufzuheben.
Stand: September 2023